LebensBuch




"Unser Leben ist nicht das, was geschah, sondern das, was wir erinnern und wie wir es erinnern." Gabriel Garcia Marquez


Leben festhalten auf Papier - Ihr eigenes oder das anderer Menschen, die Ihnen sehr wichtig sind, denen Sie eine Freude mit einem ganz persönlichen Geschenk machen wollen.

Sie selbst oder die eigenen Eltern haben Ausschnitte aus ihrem Leben mit der Hand bereits aufgeschrieben. Sie haben in alten Fotoalben gekramt, um den Texten noch Bilder beizufügen, um eines Tages daraus ein Lebensbüchlein oder einen Stammbaum oder Ahnentafel entstehen zu lassen. Reizvoll ist es auch, handschriftliche Texte einzuscannen und daraus Buchhüllen zu kreieren, die kleine Lebensgeschichten enthalten. Auch Scrapbooks oder Collagen - bestehend aus Bildern, alten Dokumenten, Texten u. a. m. sind Geschenke, die ganz gewiss nicht ihre Wirkung verfehlen. In dem Zusammenhang die Erwähnung eines Zitates einer über 90 jährigen Dame aus dem Vorwort ihres inzwischen gedruckten Lebensbuches: "Während der Arbeit am Buch stellte ich fest, welch eine Freude, ja psychotherapeutische Lebenshilfe das Aufspüren der eigenen Wurzeln bedeutet."


Bildhafte Anregungen - bewusst ausgewählt aus dem privaten Umfeld - genutzt u. a. auch für eigene "LebensBilder mit Musik"



Gerade in Zeiten der Rückbesinnung - egal, durch was auch immer ausgelöst - erinnern sich viele Menschen plötzlich wieder an ihre einst so geliebten Kinderbilderbücher, die für manche auch zu "LebensBüchern" wurden. Einmal reingesteigert in diese Sehnsucht danach, Gefühle von damals noch mal aufleben lassen zu wollen, lässt einem mitunter auf eine hartnäckig-schöne Suche gehen.

Bei dieser spannenden Reise kommt sehr gelegen, dass wir uns mittlerweile in einem Zeitalter befinden, das diese Ermittlungen auf fast wundersamst-herrliche Weise multi-medial unterstützen und darüber hinaus auch noch helfen kann, das Wissen über das einst so Vertraute zu erweitern.

Bei Klick auf das Buchcover meiner so geliebten "Häschenschule" aus den 50ern öffnet sich eine Website mit ausführlichen Informationen rund um den Kinderbuchautor und Schriftsteller Albert Sixtus und Maler, Zeichner und Karikaturist Fritz.

Den Kinderbuchklassiker gibt es bis heute in den unterschiedlichsten Ausgaben und Mengen nach wie vor zu kaufen. Ganz im Gegensatz zu zwei Kinderbilderbüchern, die bisher in dieser Form so nicht mehr auffindbar waren. Ich liebe diese Büchlein. Verbinden sich mit ihnen bis heute Herz erwärmende Erinnerungen an das damalige Zuhause mit den Eltern und vier Geschwistern. Beim erinnernden Durchblättern höre ich wiederholt meinen älteren Bruder noch seinen "Fröhlichen Landmann" oder das "Lied der Meermädchen" auf unserem alten Klavier spielen. Weiterschauen ...





"Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können." Zitat: Julia Engelmann beim fünften Bielefelder Hörsaal-Slam | Campus TV 2013.

Hätten?

Glücklich sind jene, die noch zu Lebzeiten ihre Jahre füllen durften und deshalb später viel erzählen, aber auch Er- und Durchlebtes sogar noch mal völlig neu einordnen können. Zuweilen manchmal nur ausgelöst durch einen Blick auf eine Konzert- oder Eintrittskarte, ein Geschenk oder Reisemitbringsl.

Susannah Walker schrieb mal ein Buch über das, was bleibt. Über „Dinge“, die wir zurücklassen, wenn wir längst nicht mehr sind. Es können „Dinge“ sein, die selbst im Nachhinein Hinterbliebenen noch einen Zugang zu oder gar Versöhnung mit manchen Personen schaffen können.

Erinnert sei in dem Zusammenhang an einen kleinen Spaß. An eine kleine Geschichte - aufgeschrieben 1996 und damals verpackt als "Biografie-Geschenk":

Es war einmal ein Spiegel, der im zarten Alter von etwa drei Jahren von einem jungen Mann adoptiert wurde. Es war der Urgroßvater von Elisabeth und der Ururgroßvater von Christian. Sein frühes Leben - eine recht stürmische und vergnügliche Zeit - verbrachte er in einer prächtigen Villa mitten im schönen Erzgebirge. Diese befand sich nahe dem Schindlerswerk. Einer Fabrik, die durch ihre Farbenherstellung für den Blaudruck bekannt wurde.

Nach vielen Jahrzehnten war es dem stattlichen Spiegel in der alten Villa zu langweilig. Denn der junge Herr von damals war mittlerweile alt, grau und sehr einsam geworden. Als er eines Tages ganz von dieser Welt ging, war auch für den Spiegel die Zeit gekommen, sich zu verabschieden und neue Wege einzuschlagen.

Auf ging's nun in Richtung Vogtland. Und von dort aus weiter ins ferne Preußenland - nach Berlin. Weiterlesen ...